Psalm des Motorradfahrers
Ich will dich loben, du Gott des Himmels und der Erde, der du die Welt geschaffen hast.
Ich will dich loben, der du die Berge und die Seen, die Wiesen und die Wälder meinen Auge zeigst.
Ich will dich loben, der du die Straße vor mir ausbreitest, die Straße mit dem glatten Asphalt.
Herr, wenn ich den Fahrtwind im Gesicht spüre, fühle ich deine erfrischende Gunst.
Herr, wenn ich mein Motorrad beschleunige, so fühle ich den Hauch deiner Ewigkeit.
Wenn ich die Bäume und die Felder an mir vorbeigleiten sehe, so freue ich mich meines Lebens.
Wenn ich meinen Motor aufheulen lasse, so drücke ich meine Lebensfreude aus.
Herr, ich danke dir für die Freuden meiner Jugend.
Doch Herr, wenn ich in den Morgen fahre, so weiß ich nicht, ob ich den Abend noch sehen werde.
Herr, behüte mich vor Unfall und Gefahr. Behüte mich auf der Straße und bewahre meine Jugend vor dem Tod.
Herr, ich will dich loben auf der Straße im frischen Fahrtwind, solange ich noch jung bin.
Amen.
Text: Pfarrer Bernd Jürgen Hermann Fundstelle: Motorrad 2/1978
Aus Dank an einen überlebten Motorradunfall
Ich danke für alle starken helfenden Hände meiner Freunde, der Ärzte, der Therapeuten, meiner Eltern und Geschwister und meiner Arbeitskollegen, dass ich heute wieder - wie fast vor dem Unfall - meinen Alltag ganz normal bestreiten kann. Und für einen herzlichen Dank wird wohl hoffentlich niemand ein Urheberrecht beanspruchen wollen. Danke an alle. Danke Gott!
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